Ich packe meinen Koffer und hinein tue ich: Regenjacke, Fellmütze und Strickpullover. Denn ich mache Ferien in Deutschland. Im Juli. Es ist unglaublich, aber leider klitschnasse Realität. Dieser Sommer ist einfach garstig. Es regnet, es stürmt, es hagelt, es blitzt. Und die Sonne? Die verbringt die Ferien zumeist im Ausland.
Dieser Zustand kann nicht folgenlos bleiben. Unmut, Lustlosigkeit, Depressionen und auch körperliche Leiden greifen um sich. Oder schieben wir hier Petrus zu Unrecht den schwarzen Peter in die Schuhe? "Nein, das Wetter zeigt deutliche Auswirkungen auf den Menschen. Sowohl physische und seelische", bestätigt Clemens Mad, Vorhersage-Meteorologe und Biowetter-Experte an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Wien (Österreich).
Wenn Nebelschwaden tagelang den Himmel verhängen, dann fehlt uns die nötige Portion Sonnenlicht. "Bei entsprechender Vorbelastung kann das zu depressiven Störungen und Niedergeschlagenheit führen", erläutert Mad. Und die häufigen Temperaturschwankungen sind für Rheumatiker ein rotes Tuch. Der ständige Wechsel kann den Gelenkschmerz verstärken.
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Und auch andere Bereiche unserer Gesundheit kann die Witterung attackieren. Wer eine entsprechende Prädisposition in sich trägt, dem schlägt das unstete Wetter beispielsweise gerne auf dem Kreislauf. Der nächste leidet unter Kopfschmerzen oder Migräneanfällen. Und wer Probleme mit dem Verdauungstrakt hat, der kann Wetterauswirkungen auch an dieser Körperstelle spüren.
"Die Schwachstellen des Organismus sind die Angriffspunkte der Wetterreize", erklärt unser Wetterfrosch. Aber natürlich gibt es auch Menschen, die es völlig kalt lässt, was sich da am Himmel tut. Weder Hagelwetter noch Sonnenschein können diese Stoiker beeinflussen. Und zumindest in diesem Sommer würde ich mich gerne zu ihnen zählen dürfen.
Tipps, um der Wetterfühligkeit Herr zu werden:
Sophie Kelm / www.apotheken-umschau.de;
02.09.2010, aktualisiert am 20.07.2011
Bildnachweis: Thinkstock/Lifesize
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